Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V.

Trakehner als Therapiepferde

WINDHAGEN-JOHANNISBERG, 7. April 2011. Therapiepferde müssen einen guten Charakter haben, nervenstark sein sowie im Tempera­ment jederzeit gut zu regulieren. Sie müssen über eine hohe Sensibilität und Intelligenz verfügen, um auf Reiter mit unterschiedlichen Handicaps immer richtig reagieren zu können. Wichtig ist zudem, dass sie dem Reiter viel Sitzkomfort bieten und leichtrittig sind. Eine solide Grundausbildung unter dem Sattel sorgt dafür, dass die Pferde Frequenz und Raumgriff in jeder Gangart je nach Patient variieren können.

Trakehner erfüllen diese Kriterien in besonderem Maße. Trakehner werden seit Jahrhun­derten in Reinzucht gezüchtet, dabei wird ganz besonderer Wert auf besonders gute Reitpferde­eigen­schaften und das Interieur, also den Charakter der Pferde gelegt. Dank ihrer hohen Sensibilität und ihrer Intelligenz (die sie in den Augen mancher Reiter „schwierig“ machen) verstehen Trakehner sehr schnell, worum es in der Therapiesituation geht. Sie „denken mit“. Trakehner spiegeln das Verhalten verhaltensauffälliger Kinder und sind damit oft die besseren Pädagogen: Einer unserer Trakehner, ein Halbblutwallach vom Beg xx, lässt die Kinder, die ihn mit Sand bewerfen, kurzerhand nicht mehr aufsteigen. Das wirkt besser als jede Zurechtweisung durch die Pädagogin.

Ein besonderer Vorteil der Trakehner liegt noch darin, dass sie nicht zu groß sind und damit das Sichern der Patienten durch die neben dem Pferd laufende Therapeutin gut möglich ist.

Natürlich setzen wir in der Therapie auch andere Pferderassen ein: zwei Fjordpferde, ein Deutsches Reitpony und eine Freibergerstute, die auch große Stärken haben.

zurück